Reise, reise!

Und endlich reiste sie!

Mein australisches, faules Leben änderte sich schlagartig vorletzte Woche.
Der Tag begann mit Tränen (ich hasse, hasse, hasse Abschiede. Vor allem die endgültigen)
Direkt im Anschluss startete ich rotgeheult ( wer mich kennt, weiss wie mein Gesicht aussieht, wenn ich heule!:D) meine tägliche Putzsession. Immernoch heulend, versteht sich. Nachdem ich dann am Nachmittag (Immerhin ganze 5 Std. nachdem ich fertig mit dem Klogeschrubbe war) nach unten kam, durfte ich mir meinen ersten australischen Anschiss abholen. Warum in einem Klo denn überall Klopapier verstreut wäre, und was war mit diesem Haar auf der Klobrille?
Das Haar hatte ich wirklich vergessen (……) , die Verantwortung für das dreckige Klo am späten Nachmittag wollte ich dann aber nicht übernehmen.
Frustriert ging ich also zum Computer, um das gratis Internet zu nutzen, solange ich noch konnte. Wo ich dann schließlich das Sweepsgirl und die Nachtwache traf. Beide hatten ebenfalls Ärger bekommen. Sie fing nämlich eine Stunde später an, als abgemacht und er war jede Nacht, wenn er arbeitete betrunken. („Anders hältste das einfach nicht aus!!“).
Und frustriert wie wir waren, kam eins zum nächsten. Und wir planten unsere Flucht.
2 Meter von der Rezeption (und somit dem Arbeitgeber)entfernt, die Köpfe hinter den PCs versteckt. Zu diesem Zeitpunkt wusste das Hostel nämlich noch nicht, dass es drei Arbeiter verlieren wird. Alex (englisch) schloss sich uns an, und so buchten wir unsere Bustour nach Bowen, einer kleinen Stadt, umgeben von Farmen.
Nach Acht Stunden Busfahrt kamen wir in Bowen an. Dort mussten wir dann vor Ort nach einem Hostel suchen. Es gab kein freies Hostel, also kauften wir uns zwei kleine, grüne Igluzelte und zelteten 3 Nächte auf 2 verschiedenen Campingplätzen. Der erste war nicht ganz so toll, der zweite hingegen der Hammer.Umgeben von Stränden (wuuuuuunderschön!!), Felsen und Klippen, Palmen und bunten Tierchen.
In Bowen hatten wir Vier eine wirklich schöne Zeit.Wir waren eine lustige Truppe. 😀
Allerdings gab es dort keine Jobs, also kein Ort wo man länger bleiben kann. Und ehrlich gesagt auch nicht will. Bowen ist schön, ich habe Freundschaft mit einem Opossum plus Baby gemacht, welche mein Toast aufgegessen haben, ein Pfau wollte mich umbringen, weil ich zu nah kam und ich habe grüne Ameisen gegessen. UND ich habe den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen. Hoffentlich folgen noch mehrAllerdings ist Bowen abgeschnitten vom Rest der Welt und man trifft nur wenige andere Reisende, etc. Also kein Ort zum Bleiben – Zumindest nicht für uns Mädels. Die Männer hingegen gingen richtig auf. Dosenfutter, ein Leben im Zelt und jeden Tag Angeln auf dem Felsen. Und haufenweise Bier!
Also buchten Lia und ich eine Bustour nach Airlie Beach, 2 Stunden entfernt von Bowen.
Jetzt gerade bin ich im Auto. Auf dem Weg nach Brisbane. Warum? Na weil eins zum anderen kam, und du in Australien niemals planen sollst!
In Airlie Beach haben wir uns direkt auf zum Hafen gemacht, und die großen Schiffe gefragt, ob sie jemanden suchen. Und wir fanden 2 Schiffe. Allerdings brauchten diese nur jemanden zum Polieren, und das wären nur um die zwei Stunden pro Tag gewesen. Besser als nix, sagt ihr jetzt bestimmt. Haben wir auch gedacht, allerdings kam uns dann mal wieder das Schicksal in die Quere und die zwei Finnen (Sie sind wirklich strohblond und haben blaue Augen) aus unserem Zimmer boten uns an, uns bis Brisbane mitzunehmen. Was für ne Chance! Eingestiegen und los!! Und jetzt bin ich hier im Auto, auf nem Roadtrip mit zwei durchgeknallten Finnen. Der Boden ist nass, weil die Klimaanlage kaputt ist und wir essen Nutella mit Fingern. Klingt für manche schrecklich, ist aber ein Traum 🙂
In Bisbane will ich direkt zum Hafen gehen, und nach Arbeit fragen. Die meisten Schiffe suchen Volunteere für die ersten Tage, welche mitkommen auf die See für 3 Tage in etwa.
Und wenn man sich gut anstellt, hat man oft die Chance auf einen bezahlten Job. Das will ich machen!

Wir hören uns!
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Die Zeit tickt.. Tick..Tack..

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Nur noch 62 Tage!
h36#*hjbc+##!!-_,hjsc Ich raste aus!! :))

Jetzt, wo ich meine Prüfung -mehr oder weniger- hinter mir habe, bleibt mir auch wieder genug Zeit, mich mit meiner Reise zu beschäftigen.
Noch gefühlte 1000 Dinge wollen geplant werden. Ich brauch zum Beispiel noch UNBEDINGT einen Bikini.
Nein, ich kann den nicht drüben kaufen, der muss im Vorfeld gekauft werden :D. ich bin halt irgendwie doch eine pingelige Deutsche. Pfui!

Vor ein paar Tagen lag ich mit Schockstarre in meinem Bett.
Mir wurde plötzlich klar, dass es sich jetzt wirklich nur noch um Tage handelt. Dass ich bald meine Liebsten nicht mehr bei mir habe.
Die muffelnden Hunde, die mein Bett teilen. Meine Freunde, mit denen ich stundenlang rumalbern und quatschen kann. Meine vollkommen durchgeknallte Familie, die noch jede Party mit Waschbrett, Blockflöte, Akkordeon, Töpfen und anderen seltsamen Instrumenten aufmischen.
Das Haus und den Garten..überall ist Leben 🙂
Wer weiß, vielleicht vermisse ich ja bald sogar die FBI-Oma mit ihren grunzenden Lauten, den Jesus, der immer Oberkörperfrei an mir vorbeisprintet. Oder den trotteligen Herren in orange, der immer so neugierig durch die Hecke späht. Nachtrag: Diese 3 Gestalten sind oft in der Nähe unseres Hauses anzutreffen.

Jetzt will ich aber mal nicht sentimental werden, zum Heulen hab ich immernoch genug Zeit!

Ich freu mich schon wahnsinnig, das kann ich euch versichern.
Beim surfern, Bücher wälzen und recherchieren kommt eine riiiiieeeesige Vorfreude auf. Klar, ich habe auch Schiss. Schließlich fliege ich alleine los und habe alles selbst geplant (*chrm chrm* JA! ICH BIN STOLZ :P),aber am meisten freue ich mich. Auf dieses geile tolle Land!

Achso, jetzt hab‘ ich wieder rumgelabert und gar nicht erzählt, was ich mache.
Ich mache Work and Travel in Australien.
Ohne Organisation, das heißt ohne Menschen, die mir das Geld aus der Tasche ziehen wollen für Dienste, die ich auch alleine gebacken kriege.
Am 20.7. geht mein Flieger von Hamburg über Dubai wo ich einen zehnstündigen Aufenthalt habe nach Perth (Westaustralien).
Meine Reise soll ein Jahr gehen (Nein Mama, ich komme nicht eher zurück. Allein schon nicht, weil du mich auslachen würdest :D. Und Nein, alle anderen Menschen: Ich verliebe mich dort nicht, und komme nie wieder zurück :))

Falls Dirk nicht der einzige sein sollte, der immer noch nicht begriffen hat, was Work and Travel ist:
Arbeiten und Reisen. Das heißt ich reise ein Jahr fröhlich von A nach B :).
Das Ganze versuche ich durch Jobs (Fruitpicking, Farmarbeit etc.) zu finanzieren 🙂
Achja, und Dirk: Ich fliege nach Australien, nicht nach Florida. Und auch nicht nach Californien!