Von A nach B und wieder nach A!

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Lang lang ist`s her, dass ich mal wieder geschrieben habe.
Dafuer kommt jetzt ein Beitrag in Huelle und Fuelle, nichts fuer 2 Minuten 🙂

Wo waren wir denn stehen geblieben?
Ach genau, im Auto mit den Finnen. Die Finnen waren im Grunde ganz lieb, nach 13 Stunden Fahrt gingen uns die Beiden allerdings so ziemlich auf die Nerven: Sie konnten sich nicht selbst beschaeftigen und loecherten uns stundenlang mit Fragen.
„Watt ar ju duing?“, „Watt are ju watsching?“, „Hu is set on jor Fon?“, „Watt ar ju laughing abaut?“ waren nur einige von tausenden Fragen. Uff!
Nachdem ich mich dann aber die restlichen 5 Stunden schlafend gestellt habe, hatte ich meine Ruhe 🙂
Angekommen sind wir in Brisbane gegen 2 Uhr nachts, also hatten wir noch genug Zeit, um Schlaf zu bekommen.
4 Mann in einem miefigen Auto, eingeklemmt zwischen Vordersitz und Rucksaecken. Nasse Fuesse und immer einen Ellenbogen im Gesicht.
Es gibt Schlimmeres, aber auch eindeutig Schoeneres!

Nachdem wir dann 2 Naechte in Brisbane im Hotel verbrachten (die Finnen natuerlich immer an unserer Seite..), etliche Farmen anriefen um Farmjobs zu ergattern (erfolglos) , trafen wir eine Entscheidung:
Wir fahren wieder zurueck.
Also buchten wir eine Busfahrt zurueck, 14 Stunden Fahrt sollten es werden und weitere 1200 km!
Das wir in Brisbane so rein gar nichts ausser die eigenen 4 Hostelwaende gesehen hatten,war uns zu diesem Zeitpunkt so ziemlich egal. Wir wollen Sonne und wir wollen raus aus der Grossstadt!

Gesagt, Getan. Nach 14 Stunden Busfahrt (ohne weitere Vorkomnisse) kamen wir in Airlie Beach an. Dort buchte man uns Glueckspilze in den Mitarbeiterraum. So zahlten wir den Normalpreis, hatten aber 2 Bettraeume, 2 Badezimmer und ein Wohnzimmer inklusive Kuehlschrank und Fernseher (Dass der nicht funktionierte, ist ja egal! Er sah schoen aus und man konnte andere Hostelgaeste damit beeindrucken!). In Airlie Beach hatten wir eine tolle Zeit mit viel Sonne und vielen Gratisgetraenken (Merke: Footballmanschaften geben unheimlich gerne einen aus!) Unsere alten Mitreisenden (die zwei Englaender) waren auch in Airlie Beach, sie hatten genug gefischt und getrunken und brauchten eine Auszeit in der Sonne. Ihnen angeschlossen hatte sich ein aelterer Herr (70!), der sich mal eine Auszeit von seiner teuflischen Ehefrau nehmen wollte. („Die geht mir auf die Nerven, die alte!“). Was fuer ein Trio. Der eine redet gerne, der andere hoert am liebsten zu. Und der dritte im Bunde (der alte Herr) bruellt alle Zehn Minuten einen Kommentar (schwerhoerig)! Eine lustige Zeit hatten wir, aber leider gab es dort fuer uns keine Gelegenheit fuer nen Job ! (Dass der bloede Erdbeerfarmer sich bis heute nicht gemeldet hat, nehm ich ihm echt uebel!)

Also entschieden wir an einem stuermischen Tag: Wir muessen weg aus Airlie Beach, wir brauchen jetzt echt mal Geld!
Aber erstmal in die Sonne und Plaene machen!
Auf dem Weg zur Lagoon (wie ein Freibad) strahlte uns ein Zettel am schwarzen Brett entgegen:
„LUXUS MITFAHRGELEGENHEIT im Gelaendewagen nach Brisbane. Abfahrt: Montag Abend!“
Luxus klang fuer uns armselige Gestalten wie das Paradies. Und um ehrlich zu sein, ich hatte schon ein Bild im Kopf: Ich,auf Ledersitzen mit gekuehlter Cola in der Hand, schau auf einem kleinen Flatscreen kitschige Liebesfilme an.

Ohne gross zu ueberlegen haben wir also die Nummer angerufen und eine Uhrzeit und einen Treffpunkt ausgemacht. Und wir konnten es kaum glauben, der nette Fahrer sprach von einem „goldigen“ Gelaendewagen. Wir sind vor Freude so richtig ausgerastet! GOLDENER GELAENDEWAGEN!!
Nach diesem Hoehenflug der Gefuehle haben wir einen Anschlussflug von Brisbane nach Melbourne gebucht.

Am selben Tag lernten wir eine neue Footballmanschaft (Airlie Beach ist voll davon!!) aus Melbourne kennen. Ein bis dato liebenswerter, unschuldiger, kleiner Kerl bot uns an, in seinem Appartement zu wohnen. Umsonst, und nur 15 min von Melbourne entfernt.
„Was fuer ein Deal“, dachten wir kleinen naiven Backpackermaedchen. Also haben wir unsere Handynummern ausgetauscht und sind jodelnd zurueck auf die Couch!
(Ich weiss Mama: „Geh nie mit einem Fremden mit..“ Mein erstes Kinderbuch! ABER: Ich hatte mein Klappmesser von Heinrich immer am Mann!)
Ein paar Tage spaeter war es dann soweit. Wiedermal Abschied nehmen zu einigen tollen Menschen (Ich liebe die Hollaender!), ein paar Sachen ausgemistet, Rucksaecke aufgeschnallt und weiter gehts!
Nachdem wir aus dem Hostel ausgecheckt haben, war es dann so weit: Die Mitfahrgelegenheit kommt bald!
Zerlumpt, wie wir nunmal aussehen (BACKPACKER) standen wir an der Strasse. Das einzige, was ich denken konnte, war: Was wird wohl der Fahrer des „goldigen“ Gelaendewagen von uns denken?
Lautes Gehupe.
Ein grauer Combi faehrt vor. Oh nein, mir schwant boeses. All meine luxurioesen Traeume verpuffen schlagartig.
Der Wagen hatte noch nichtmal einen klitzekleinen Goldeinschlag, noch nichtmal geschimmert hat er. Naja egal, wir wollen uns mal nicht so haben und der Kerl sieht ja auch ganz nett aus. Der Wagen ist sauber und Luxus braucht doch eh kein Mensch.

Der Fahrer (Jack, Jarett oder John) war sehr redebeduerftig. Die Geschichten ueber seine kleinen chinesischen Kinder mit seiner kleinen chinesischen Frau, die Tauchlehrerin ist und saemtlich Kurzgeschichten ueber die kleine chinesische Familie seiner kleiner chinesischen Frau waren nicht ganz so spannend. (Vor allem nicht 13 Stunden am Stueck, aber man moechte ja nicht unfreundlich sein.)
Was uns zugute kam war, dass es ihm so ziemlich egal war, WER wir waren und WAS wir machten. Er brauchte glaube ich einfach nur jemanden zum reden.
Nach 5 Stunden Fahrt kam die erste Pause.
Nachdem er -Jack, John, Jarett- also kurz in der Tankstelle verschwand, um sich einen Kaffee zu kaufen, nutzte Lia die Chance, um fuer kleine Maedchen zu gehen.
Die Toilettenschlange war allerdings ellenlang und Lia ist kein pingeliges Maedchen. Also verschwand sie hinter dem „goldigen“ Gelaendewagen. Allerdings ist ihr ein Fehler unterlaufen, der uns leider erst auffiel, als wir schon im Auto sassen.
Der Wagen war auf einem kleinen Huegel geparkt,was zur Folge hatte, dass JohnJarrettJack mit seinem Kaffee besorgt Runde um Runde um das Auto lief, auf der Suche nach dem Leck.
Gesagt hat er netterweise nichts.

Die restlichen 5 Stunden blieb ich wach. So durfte ich live miterleben, wie verrueckt doch einige Australier sind. JohnJarettJack redete naemlich mittlerweile mit sich selbst. Und sobald er jemanden ueberholte (er hatte es eilig, sein chinesischer Sohn lag im Krankenhaus), beugte er sich wie in einem Go-Kart nach Vorne und brabbelte Dinge wie: „Ich beschleunige.. 70..80….90…“

In Brisbane setzte er (wie auch immer er jetzt heisst) uns vor dem Haus von Lias Tante ab. Dort hatten wir ein paar nette Stunden, bis unser Flieger nach Melbourne ging. Ein Doppelbett! Und ein Fernseher! Und Kuchen und kleine Maedchen mit Schleifchen im Haar – ein Traum 🙂
Im Brisbane Airport wurde es dann aber wieder ein wenig chaotisch. Ich hatte den falschen Flug gebucht, also kamen wir zu spaet in Melbourne an. Ausserdem vergass ich mein Klappmesser im Handgepaeck, und mein Ruckack war schon in der Maschine. Meine vollen Getraenke und alle bislang angesammelten Gegenstaende (Diverse huebsche Stoecker und australische Samen und Bohnen) musste ich auch entsorgen. Und mein Handy hatte ich im Haus der Tante vergessen, als ich mit Kuchen vorm TV einschlief. Mist!
Das Klappmesser verschenkte ich also gutmuetig, nachdem ich es im Flughafen saeuberte (Keine gute Idee…)an einen netten Mann mit Glatze. Allerdings sah er mich minutenspaeter halb weinend auf dem Boden liegen und so kam er zu mir und sagte mir, er wuerde es mir per Post zukommen lassen. Nette Menschen in dieser chaotischen Welt!

Dann kamen wir in Melbourne an, wo wir gleich im Anschluss mit dem Zug zu der Adresse fuhren, die der FootballKerl uns genannt hatte. GRATIS UNTERKUNFT, WIR KOMMEN!
Aus seinen erwaehnten 15 Minuten Zugafhrt von Melbourne aus wurden 2 Stunden Bus und Zugfahrt.

Angekommen in einem kleinen, verlassenen Dorf warteten wir auf ihn.
Da kam er auch schon wie versprochen um die Ecke gesaust. Rein in den Zweisitzer und auf in ein neues Abenteuer!
Aber ne, erstmal muessen wir noch zu Mutti, den Anzug abholen.
Mutti war superlieb, so wie der Rest der Familei auch. Es gab viel Kaffee, noch mehr Kekse und weitaus mehr Hunde in dem kleinen, gemuetlichen Haus. Der Anzug war fuer die morgige Beerdigung. Im Auto erzaehlte Russell (sein Name) uns dann, dass sein kleiner Cousin -15- starb, weil er mit einer Pistole spielte (fragt mich nicht..), die letztendlich sein Auge traf. Schrecklich…:(

Seine Wohung -Mutti hatte vorher schoen durchgewischt und abgewaschen- stellte sich als helles, grosses niegelnagelneues Appartement heraus. Wir konnten unser Glueck kaum fassen, allerdings stellte sich nach den ersten 5 Metern in der Kueche heraus, dass es bis auf Kueche und Schlafzimmer keine weitere Einrichtung gab. Also schliefen wir auf dem Boden.
Nachdem wir 1 Woche in diesem Haus verbrachten, feststellten dass 2 Stunden in die Stadt zu weit waren, der liebenswerte kleine Kerl sich als aufdringlicher, sexistischer,widerlicher (Es tut mir Leid, ich will es nicht ausfuehren, aber er war es.) durchgedrehter Zwerg entpuppte, entschieden wir zu fliehen. Normalerweise wuerde ich so einen Aufbruch ja ankuendigen.. In diesem Fall gab es aber keine andere Moeglichkeit. So packten wir unsere sieben Sachen eines Morgens zusammen und liefen davon!
In diesem Moment, das kann ich euch sagen, spuerten wir das Leben so richtig in uns. Voller Tatendrang und Energie ging es also mit dem Bus zurueck nach Melbourne, um im Hostel zu wohnen. Lieber zahl ich das dreifache fuer ein Hostel, als jemals dort zurueck zu gehen.
2 Stunden spaeter schon irrten wir in Melbourne herum, auf der Suche nach einem Hostel. Genau eins war noch frei, 36 Schnapperdollar die Nacht fuer graue Waende und Betten wie im Gefaegnis!
Bleiben konnten wir aufgrund der Preise allerdings nicht, also sind wir in ein guenstigeres Hostel ein paar Meter weiter gefluechtet.
Das Hostel war gammelig, aber echt witzig.
Bis zu dem Tag, als ich ein Malbuch im Wohnzimmer fand.

Gluecklich ueber eine Beschaeftigung malte ich eines Abends also Bilder aus,waehrend 3 Buben um mich herum ueber einen erfolgreichen Raubzug lachten und dicke Scheine zaehlten.
Eingebrochen waren sie in eine Tankstelle, hatten den Menschen dort eine Schere an den Hals gehalten (WAS?! Sowas gibts doch nur in FIlmen!) und schliesslich das Geld abgezockt.
Nach dieser Geschichte packte ich pfeifend meine Stifte ein und schlich zurueck in mein Zimmer.

In Melbourne ging die Jobsuche so richtig los. Im Internet wurden jeglichen Jobseiten abgeklappert, sich online beworben, Nummern angerufen, und Lebenslaeufe in Geschaefte, Cafes und Bars gebracht.

So kamen wir zu unserer naechsten Geschichte.
„Frauen gesucht fuer ein Fotoprojekt. Groesse und Figur spielt keine Rolle!“
Letztendlich stellte sich das Ganze leider als ein Vorstellungsgespraech fuer Sexfilmchen heraus, welches wir natuerlich ablehnten. Eine witzige Erfahrung war es.

Nun haben wir eine richtige Wohnung mit 3 anderen Deutschen, mitten in Melbourne! Und nen Job hinter der Bar auch!
THE END!

P.S: FOTOS FOLGEN!

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Reise, reise!

Und endlich reiste sie!

Mein australisches, faules Leben änderte sich schlagartig vorletzte Woche.
Der Tag begann mit Tränen (ich hasse, hasse, hasse Abschiede. Vor allem die endgültigen)
Direkt im Anschluss startete ich rotgeheult ( wer mich kennt, weiss wie mein Gesicht aussieht, wenn ich heule!:D) meine tägliche Putzsession. Immernoch heulend, versteht sich. Nachdem ich dann am Nachmittag (Immerhin ganze 5 Std. nachdem ich fertig mit dem Klogeschrubbe war) nach unten kam, durfte ich mir meinen ersten australischen Anschiss abholen. Warum in einem Klo denn überall Klopapier verstreut wäre, und was war mit diesem Haar auf der Klobrille?
Das Haar hatte ich wirklich vergessen (……) , die Verantwortung für das dreckige Klo am späten Nachmittag wollte ich dann aber nicht übernehmen.
Frustriert ging ich also zum Computer, um das gratis Internet zu nutzen, solange ich noch konnte. Wo ich dann schließlich das Sweepsgirl und die Nachtwache traf. Beide hatten ebenfalls Ärger bekommen. Sie fing nämlich eine Stunde später an, als abgemacht und er war jede Nacht, wenn er arbeitete betrunken. („Anders hältste das einfach nicht aus!!“).
Und frustriert wie wir waren, kam eins zum nächsten. Und wir planten unsere Flucht.
2 Meter von der Rezeption (und somit dem Arbeitgeber)entfernt, die Köpfe hinter den PCs versteckt. Zu diesem Zeitpunkt wusste das Hostel nämlich noch nicht, dass es drei Arbeiter verlieren wird. Alex (englisch) schloss sich uns an, und so buchten wir unsere Bustour nach Bowen, einer kleinen Stadt, umgeben von Farmen.
Nach Acht Stunden Busfahrt kamen wir in Bowen an. Dort mussten wir dann vor Ort nach einem Hostel suchen. Es gab kein freies Hostel, also kauften wir uns zwei kleine, grüne Igluzelte und zelteten 3 Nächte auf 2 verschiedenen Campingplätzen. Der erste war nicht ganz so toll, der zweite hingegen der Hammer.Umgeben von Stränden (wuuuuuunderschön!!), Felsen und Klippen, Palmen und bunten Tierchen.
In Bowen hatten wir Vier eine wirklich schöne Zeit.Wir waren eine lustige Truppe. 😀
Allerdings gab es dort keine Jobs, also kein Ort wo man länger bleiben kann. Und ehrlich gesagt auch nicht will. Bowen ist schön, ich habe Freundschaft mit einem Opossum plus Baby gemacht, welche mein Toast aufgegessen haben, ein Pfau wollte mich umbringen, weil ich zu nah kam und ich habe grüne Ameisen gegessen. UND ich habe den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen. Hoffentlich folgen noch mehrAllerdings ist Bowen abgeschnitten vom Rest der Welt und man trifft nur wenige andere Reisende, etc. Also kein Ort zum Bleiben – Zumindest nicht für uns Mädels. Die Männer hingegen gingen richtig auf. Dosenfutter, ein Leben im Zelt und jeden Tag Angeln auf dem Felsen. Und haufenweise Bier!
Also buchten Lia und ich eine Bustour nach Airlie Beach, 2 Stunden entfernt von Bowen.
Jetzt gerade bin ich im Auto. Auf dem Weg nach Brisbane. Warum? Na weil eins zum anderen kam, und du in Australien niemals planen sollst!
In Airlie Beach haben wir uns direkt auf zum Hafen gemacht, und die großen Schiffe gefragt, ob sie jemanden suchen. Und wir fanden 2 Schiffe. Allerdings brauchten diese nur jemanden zum Polieren, und das wären nur um die zwei Stunden pro Tag gewesen. Besser als nix, sagt ihr jetzt bestimmt. Haben wir auch gedacht, allerdings kam uns dann mal wieder das Schicksal in die Quere und die zwei Finnen (Sie sind wirklich strohblond und haben blaue Augen) aus unserem Zimmer boten uns an, uns bis Brisbane mitzunehmen. Was für ne Chance! Eingestiegen und los!! Und jetzt bin ich hier im Auto, auf nem Roadtrip mit zwei durchgeknallten Finnen. Der Boden ist nass, weil die Klimaanlage kaputt ist und wir essen Nutella mit Fingern. Klingt für manche schrecklich, ist aber ein Traum 🙂
In Bisbane will ich direkt zum Hafen gehen, und nach Arbeit fragen. Die meisten Schiffe suchen Volunteere für die ersten Tage, welche mitkommen auf die See für 3 Tage in etwa.
Und wenn man sich gut anstellt, hat man oft die Chance auf einen bezahlten Job. Das will ich machen!

Wir hören uns!
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Das Mädchen, das nur urlaubte.

Ich lebe noch!
Cairns ist einfach ein Traum! Ich will hier am liebsten nie wieder weg!
das Hostel ist so cool.. es gibt n Pool, ne Bar, jeden Tag ist hier irgendeine Aktion. Es ist so unglaublich sauber, die Raeume sind kunterbunt, und Ich geh auch wieder gerne Duschen. (Man ernenre sich an die widerliche, ekelhafte Dusche in Perth)
donnerstags ist immer Snakeshow, die hab ich aber leider jedes Mal verpasst.
wenn ich dann mit funkelnden Augen zur Bar gelaufen bin, um ein allererstes Mal eine Schlange anfassen zu dürfen..- hat der Mann die Schlange wieder eingepackt. damn!
tja, was mach ich so den ganzen Tag..
peinlicherweise nicht viel. Wir legen am Pool bräunen uns (Oh Mein Gott. ICH. BIN. BRAUN… also nicht dunkelbraun, aber Braun. also Beige..), abends wird dann in der Pool Area oder direkt an der Bar getrunken, Quiz gesielt (Ich hatte bisher keine Chance, den Bunny Jump zu gewinnen. ehrlich gesagt werde ich auch nie die Chance haben, jemals zu gewinnen.:D),wir gehen in den Club (heißt Woolshed, und alle Leute tanzen dort auf den Tischen, es ist so witzig :D), liegen an der Lagune oder kochen zusammen! Abends lauschen wir dann dem Klang von Jesus stimme, gefolgt von romantischen Gitarrenklängen. (Bild von Jesus braucht iuhr nicht, da er einfach mal genauso aussieht wie das Original). Und letztens waren die Maenner in Port Douglas, und sind in die Palmen geklettert. Dann gab es frische Kokusnussmilch für alle 🙂
Die Sommersprossen auf meiner Nase vermehren sich beinahe sekündlich, mein Haar wird immer blonder und somit auch immer strohiger. ein Traum!
Ich kann leider nicht von großen Touren berichten, da ich bisher nur geurlaubt habe. und ohne Arbeit keine Kohle und ohne Kohle keine Touren.
Habe mich jetzt aber mal bequemt und alles organisatorische geklärt 🙂 HOLY SHiT!
Ich kann nur sagen: Das Leben ist toll, ich genieße es ja volen Zügen!:)
und im Dezember kommt die Schwester auch noch her, dann geht die luzi erst so richtig ab!
was kann ich noch so erzählen..
ein Obdachloser hat ein paar Nächte zuvor den Kuhkschrank in der Outdoor- Kitchen gepluendert, jemand wurde von ner Spinne gebissen und hat nun ein halb verrottetes Loch im Bein, MEiNE Beine sind auch zerstochen, allerdings nur von Mücken!
ich vermisse euch. also nicht richtig, also nicht so, dass ich traurig wäre (ich komm ja zurück), sondern eher .. Ach, ihr wisst schon, wie ich’s mein!
Mama, keine Angst, ich werde nicht zum Rebell. Ich bin artig, Folge keinen fremden Männern (obwohl ich schon nach Thailand und Port Douglas eingeladen worden bin..:)), ich habe ein Dach über dem Kopf und was zu essen. Oar, Mama, ich sags dir. Dein Essen Ist einfach das Beste. ich sag nie wieder was gegen deine komische Kapern-Tomaten-Dosenfisch-Sauce. Tausendmal besser als das was jch hier fabriziere 😀 ich kann einfach nicht kochen.
Meistens koche ich einfach alles, was ich in meiner Tasche habe. Und Mama, ich habe für dich die Orangen und Avocados hier probiert, ein Traum. :*

Macht’s gut ihr Dötschis, schreibt mir, wies euch geht!ahoi!
P.s: wann kommt mein Paket endlich an? Ich hatte ne Ikeatasche voll Milka bestellt! Und ich möchte ne stinkesträhne von Bebie!

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Wo ist Walter?

Noch in Deutschland!

(Wie können es denn jetzt nur noch 21 Tage sein! Ich versteh die Welt nichtmehr, der letzte Blogeintrag wurde doch gefühlt erst letzte Woche geschrieben? Und da waren’s noch 46 Tage.)

Meine To Do Liste wird immer kleiner, das wichtigste zum einreisen habe ich aber :).
Ich hab mir schon so ein kleines Travelschloss gekauft, ich hab aber keinen plan, wie ich damit meine Sachen anschließen soll. klar, fürs Schließfach wird’s gehen.. aber den Rucksack mit dem schloss ans Bettgestell festmachen – wird schwierig :D!

Babyalarm! Ich bin jetzt stolze Tante einer kleinen, rosa Rosine namens Mia Lotta 🙂 Ich freu mich! Rosinchen, wenn ich wiederkomme bekommt du die kitschigsten Kleider, Haarspangen und Barbie Traumschlösser von mir!

ich flieg am 20. Von Hamburg aus ! Kommt ruhig alle mit,je mehr desto besser 🙂

In drei Wochen heißt es.. „wo ist Walter?“

Rennende Zeit, Albino-Indianer und die Vernunft.


Ach du Scheiße,  noch 46 Tage!

Die Planung ist im vollem Gange. Beantragen, kündigen, kaufen, einrichten, ausfüllen, wegschicken, Party planen..
Huihuihui, langsam wird’s ernst!
An die Trantüten, die das hier lesen und immernoch nicht zu meiner Abschiedsparty zu/abgesagt haben:
Ich komme persönlich zu euch nach Hause und mache euch solange fertig, bis ich mein Ziel erreicht habe.
Und wenn ihr es nicht für nötig haltet, euch an das Motto zu halten, werden eure Gesichter von mir persönlich  in schmierige blau/rote Australienflaggen verwandelt.(Ist Acrylfarbe im Gesicht eigentlich verträglich?)

Hilfe, ich bin ein Tyrann.
Ganz so schlimm bin ich natürlich nicht, ich würde mich trotzdem sehr freuen, wenn alle Gäste sich dem Motto entsprechend einkleiden. DAS KANN DOCH NICHT SO SCHWER SEIN!
Das betrifft selbst meine jetzt noch ungeborene Nichte. (Sieh zu,kleine Kriegerin! Tante Australien will dich nochmal sehen, bevor sie wegdüst!)

Mittwoch hab ich schonmal eingeshoppt.
Ich war mit den beiden Spinnerschwester einkaufen. Primark Marathon!
Die eine aufgedreht wie nie, gefühlte 10 Dosen RedBull intus.
Die andere hochschwanger, mit Wasser in den Füßen.

Mir ist nämlich vor ein paar Tagen aufgefallen, dass ich keine einzige kurze Hose im Schrank habe –die mit dem kaputten Reißverschluss und dem fehlenden Knopf zählt nicht- . Ich frage mich:  Was habe ich die ganzen letzten Sommer getragen?

Bei Primark fiel mir dann auch so einiges auf:

  1. Es ist verdammt schwer, nicht dem Shoppingrausch zu verfallen. Wäre die runde Knutschkugel (schnauf,schnauf,ächz)  nicht dauerhaft neben mir geblieben,  und hätte Sie nicht eindringlich auf mich eingeredet  „Lene, das brauchst du nicht.“: Glaubt mir, ich hätte sogar Kissenbezüge gekauft!
  2. Es ist verdammt schwer, einzuschätzen wie „groß“ das kleine Wesen sein wird, wenn ich wieder da bin. (Ich habe ein 1a Taufkleid gefunden, durfte es aber nicht kaufen..)
  3. Leichtigkeit geht vor Schönheit! Statt Klamotten mit schweren Stoffe habe ich leichte gekauft. Einfach, weil ich Angst habe, dass mein Rucksack 60 kg wiegt. Verdammt, ich transformiere zum Mauerblümchen.

Am Ende der Tour befanden sich also mehr leichte, schlichte Hosen und Tshirts in meiner Tasche, als ich jemals besaß.

Krass, ich kann sagen: Nächsten Monat!
Oh, das ist in 6 Wochen! Das ist quasi übermorgen!
Nen schönen Bikini für superschnapper 8 Euro habe ich endlich auch gefunden. Im Indianerstyle. 
Mit schneeweißer Haut kann ich den also nicht tragen, dann sehe ich ja aus wie ein Albino-Indianer. Geht ja nicht!

Ahoi, machts gut 🙂
Der tyrannische Albino-Indianer.

Die Zeit tickt.. Tick..Tack..

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Nur noch 62 Tage!
h36#*hjbc+##!!-_,hjsc Ich raste aus!! :))

Jetzt, wo ich meine Prüfung -mehr oder weniger- hinter mir habe, bleibt mir auch wieder genug Zeit, mich mit meiner Reise zu beschäftigen.
Noch gefühlte 1000 Dinge wollen geplant werden. Ich brauch zum Beispiel noch UNBEDINGT einen Bikini.
Nein, ich kann den nicht drüben kaufen, der muss im Vorfeld gekauft werden :D. ich bin halt irgendwie doch eine pingelige Deutsche. Pfui!

Vor ein paar Tagen lag ich mit Schockstarre in meinem Bett.
Mir wurde plötzlich klar, dass es sich jetzt wirklich nur noch um Tage handelt. Dass ich bald meine Liebsten nicht mehr bei mir habe.
Die muffelnden Hunde, die mein Bett teilen. Meine Freunde, mit denen ich stundenlang rumalbern und quatschen kann. Meine vollkommen durchgeknallte Familie, die noch jede Party mit Waschbrett, Blockflöte, Akkordeon, Töpfen und anderen seltsamen Instrumenten aufmischen.
Das Haus und den Garten..überall ist Leben 🙂
Wer weiß, vielleicht vermisse ich ja bald sogar die FBI-Oma mit ihren grunzenden Lauten, den Jesus, der immer Oberkörperfrei an mir vorbeisprintet. Oder den trotteligen Herren in orange, der immer so neugierig durch die Hecke späht. Nachtrag: Diese 3 Gestalten sind oft in der Nähe unseres Hauses anzutreffen.

Jetzt will ich aber mal nicht sentimental werden, zum Heulen hab ich immernoch genug Zeit!

Ich freu mich schon wahnsinnig, das kann ich euch versichern.
Beim surfern, Bücher wälzen und recherchieren kommt eine riiiiieeeesige Vorfreude auf. Klar, ich habe auch Schiss. Schließlich fliege ich alleine los und habe alles selbst geplant (*chrm chrm* JA! ICH BIN STOLZ :P),aber am meisten freue ich mich. Auf dieses geile tolle Land!

Achso, jetzt hab‘ ich wieder rumgelabert und gar nicht erzählt, was ich mache.
Ich mache Work and Travel in Australien.
Ohne Organisation, das heißt ohne Menschen, die mir das Geld aus der Tasche ziehen wollen für Dienste, die ich auch alleine gebacken kriege.
Am 20.7. geht mein Flieger von Hamburg über Dubai wo ich einen zehnstündigen Aufenthalt habe nach Perth (Westaustralien).
Meine Reise soll ein Jahr gehen (Nein Mama, ich komme nicht eher zurück. Allein schon nicht, weil du mich auslachen würdest :D. Und Nein, alle anderen Menschen: Ich verliebe mich dort nicht, und komme nie wieder zurück :))

Falls Dirk nicht der einzige sein sollte, der immer noch nicht begriffen hat, was Work and Travel ist:
Arbeiten und Reisen. Das heißt ich reise ein Jahr fröhlich von A nach B :).
Das Ganze versuche ich durch Jobs (Fruitpicking, Farmarbeit etc.) zu finanzieren 🙂
Achja, und Dirk: Ich fliege nach Australien, nicht nach Florida. Und auch nicht nach Californien!